Rezept Klassisches heißes Wasser
© GUENSTIG-KOCHEN.AT / Franz Emeder

Klassisches heißes Wasser

Klassisches heißes Wasser ist eine der wichtigsten Zutaten in der heimischen Küche. Mit diesem Rezept brennt auch dem blutigsten Kochanfänger das Kochwasser nicht mehr an. Aus der Reihe Kochen für Anfänger, die absolut kein Grundwissen haben.

Nein Dankegeht sosolide Hausmannskostgehobene Küche3 Sterne Rezept
Ø 3,99 aus 89 Bewertungen
ZUTATEN für 1 Portion
  • 4 l Wasser, aus der Leitung
Kategorie
HERKUNFT
Österreich
ZEIT
 20 MINUTEN
Schwierigkeit
EIER-KOCH

ZUBEREITUNG Klassisches heißes Wasser

Man hat mir gerade letztens wieder vorgeworfen, dass meine Rezepte eine gewisse Grundkenntnis der Küchensprache bzw allem was mit Küche und Kochen zutun hat voraussetzen würde. Das hat mich zum Nachdenken gebracht.

Vielleicht stimmt es ja und ich überfordere mit meinen Anforderungen die willige Kundschaft, die meine Rezeptvorschläge unbedingt nachkochen möchte, grenzenlos und schrecke sie mehr vom Kochen ab als, dass ich sie dazu animieren kann.

Jedenfalls habe ich mir gedacht, dass es eben für diese Art Kochneulinge, die Anweisungen wie “schneide die Zucchini in 5mm große Würfel, indem Du dazu die Zucchini zuerst der Länge nach in 5mm breite Scheiben schneidest, diese dann in 5mm dicke Streife und zu guter Letzt der kurzen Seite nach in 5mm große Würfel zersägst.” nicht verstehen, eine komplette Schulung von Grunde auf bedarf.

Und so starte ich heute mit dem wichtigsten aller Grundrezepte, dem klassischen heißen Wasser.

Stelle für klassisches heißes Wasser einen Kochtopf mit zumindest 5 Liter Fassungsvermögen auf ein passendes Kochfeld Deines Elektroherdes. Solltest Du keinen E-Herd zur Hand haben, so tut es vorerst auf ein Feuer auf dem Küchenboden. Sorge aber dafür zuerst für eine feuerfeste Unterlage, die die Hitze auch ein wenig abschirmt, nicht, dass Mutti später wegen dem verkohlten Fußboden schimpft. Das wollen wir nämlich gar nicht!

Im nächsten Schritt füllst Du die 4 Liter Wasser in den Kochtopf. Nun siehst Du auch schon, dass es schlau war ein 5l Kochtopf zu wählen. So schwappt uns auch nix über, wenn das Wasser dann endlich kocht. Komplizierter wäre es, wenn Du nur zB einen 3 Liter Topf hast und versuchst hier 4 Liter einzufüllen, denn so würdest du schnell zu einer weiteren Grundlage in der Küche kommen, bevor Du noch mit dem eigentlichen Sinn, dem Kochen, begonnen hast: Dem Putzen und Aufwischen.

So… Topf gefüllt mit Wasser steht auf einer Hitzequelle, somit können wir, da wir ja die bequeme Art des Kochens gewählt haben (wir müssen also nicht auch noch Zunder und Brennholz heranschaffen, stapeln, etc.), sofort loslegen mit der Vorgang des Erhitzens. Drehe (solltest Du so neumodernes Zeugs in Deiner Küche vorfinden, so tippe an passender Stelle) also den Drehregler für die Hitze auf die höchste Stufe. Achte aber bitte darauf, dass es auch der Regler ist, der die Kochstelle unter dem 5 Liter Kochtopf, der mit 4 Liter Wasser befüllt ist, denn sonst, speziell bei einem herkömmlichen Ceranfeld / einer Kochmulde kann es nach nicht genau angegebener Zeit nötig sein, dass Du den örtlichen Notruf der Feuerwehr wählen musst, da Du versucht hast Muttis Küche warm abzutragen. Vorsicht gilt natürlich auch beim offenen Feuer am Boden! Man sollte auch dort tunlichst die lodernden Flammen kontrollieren.

Nach einiger Zeit, das hängt sehr vom Typ ab – nicht Deinem, sondern der Bauweise der Kochstelle, wirst Du bemerken, dass etwas Rauch von der Wasseroberfläche absetzt. Keine Panik, dass ist gut so, denn wenn das Wasser beginnt seinen Aggregatzustand zu wechseln (von flüssig zu gasförmig) heißt das, dass es heiß wird und Du Deinem Ziel klassisches kochendes Wasser zu fabrizieren einen Schritt näher gekommen bist bzw es nun gar nicht mehr lange dauert.

Als Nächstes beginnen dann vom Kochtopfboden Bläschen aufzusteigen. Beobachte das genau, geh dabei aber nicht zu nahe heran, denn Du könntest heißen Rauch (Wasserdampf) ins Auge bekommen und das tut Aua.

Sobald die Wasseroberfläche unruhig wabernd vor sich hin gluckert, die Bläschen zu ordentlichen Blasen angeschwollen sind, dann – Herzlichen Glückwunsch – hast Du das Ziel erreicht und Dein erstes klassisches heißes Wasser zubereitet.

Du kannst es nun weiterverwenden für Tee, zum Aufbrühen von Kaffee, durch zufügen einer gemeinen Küchenzutat zu Nudelwasser aufwerten, usw.

Wie Du siehst ist heißes (kochendes) Wasser eine nicht zu verachtende Grundzutat.

TIPP ZU Klassisches heißes Wasser

Solltest Du einmal zu viel vom klassischen heißen Wasser zubereitet haben, so frier es doch ein, denn heißes Wasser kann man immer brauchen!

TIPP TIPP

Achte darauf, dass Du die Sauerei vom Küchenboden wegmachst bevor Mutti heimkommt, sonst gibt’s Haue!

  • VERÖFFENTLICHT
    01/2020
  • ZUGRIFFE
ETWAS NICHT VERSTANDEN?
Dir ist in meinem Rezept ein Begriff ein Wort aufgefallen welches Du so nicht kennst? z.B. 250 g Topfen oder 600 g Karree ... dann wäre es jetzt an der Zeit mein Wörterbuch der Küchenbegrifflichkeiten zu besuchen! Besuche mein Küchen - ABC österreichisch => deutsch KÜCHEN - ABC österreichisch => deutsch
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Bis jetzt 13 Antworten

  1. Bumblebee sagt:

    Anleitung unklar, der Topf ist explodiert :'(

  2. erzähl mal, was sind das für bratzen, die an deinen rezepten rummäkeln??

  3. Cornelia sagt:

    Yeah, cool!

  4. Bellinda sagt:

    Jetzt kann ich nicht mehr haha

  5. Jens Simon sagt:

    Ich hätte dazu eine Frage: Ich bekam von meiner Frau telefonisch den Auftrag, schon mal Nudelwasser aufzusetzen. Mit der Anleitung Topf… Herd… ähnlich wie oben beschrieben. Nun war ich in 4 Supermärkten. Nirgends bekommt man Nudelwasser. Könnt ihr da helfen?
    MfG J.Simon

  6. Katja Dölz sagt:

    Cool Wasser hab ich zum kochen gebracht
    aber wie bekomme ich es wieder kalt ?

    • Die Lösung ist ganz einfach, liebe Katja! Du musst dazu nur nach Norwegen in einen Fjord fahren (fahren ist ganz wichtig, da der Faktor Zeit ebenso wichtig ist) und dort auf das Erscheinen von Thor warten. Gleich nachdem Du ihn gesehen hast, ist Dein Wunsch nach kaltem Wasser (geboren aus klassischem heißen Wasser) erfüllt.

      Und nun auf zum Atem… ähm… Atom!

  7. Frank Tuennemann sagt:

    Hallo, habe noch mal ne frage zum einfrieren. Kann ich das Wasser auch mehrmals einfrieren, zB. wenn ich mir nur eine Tasse Tee machen möchte, ich aber für ungefähr 10 Tassen Wasser eingefroren habe. Oder wird das Wasser schlecht.
    Danke schon mal für die Antwort
    Frank aus dem Sauerland

    • Hallo Frank,

      Danke für Deine Frage! Optimaler Weise frierst Du das heiße Wasser nicht am Stück weg, sondern portionierst es in zB Heisswürfelform/en oder in den dafür vorgesehenen Heisswürfelbeuteln. So kannst Du nach Bedarf immer wieder das heiße Wasser portionsweise auftauen und Dir so rasch zB einen Teee zubereiten.

      Ich hoffe geholfen zu haben
      Franz

  8. Elfi sagt:

    Prima – das mit dem Einfrieren probiere ich jetzt mal. Bin gespannt wie die Bläschen nach dem auftauen aussehen.

    P. S. Lange nicht mehr so gelacht!!

  9. Tom sagt:

    So ein Scheiss. Das mit den Heißwürfelgefrierbeutel funktioniert einfach nicht. Der Beutel geht jedes Mal unten auf und das kochende Wasser fährt unten wieder raus. Nach dem dritten Mal Sauerei und Aufwischen am Küchenboden muss ich leider feststellen, dass Heßwasserwürfelbeutel einfach nicht funktionieren. Kann es sein, dass Du uns veräppelst?

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