Fast jeder steht auf Rindsrouladen, aber macht sie kaum, da sie sehr aufwendig und teils teuer sind. Inspiriert durch die Inside-Out Sandwich Hysterie, habe ich mir diesen vereinfachten, günstigeren Rezepttipp einfallen lassen.

Rezept Inside-Out Rouladentopf
ekelhaftgeht sosolide Hausmannskostgehobene Küche3 Sterne Rezept
Bewertung: Ø 5,00 (1 Stimmen)
  • 224
HERKUNFT
Österreich
ZEIT
 60+ MINUTEN
Schwierigkeit
EIER-KOCH
ZUTATEN für 4 Portionen

  • Schopfbraten vom Schwein (Kamm)
  • Karotten
  • Sellerie
  • Essig- / Gewürzgurken
  • Zwiebel
  • Speck
  • Senf
  • etwas Maisstärke (Maizena)
WERBUNG
ZUBEREITUNG

Um was geht es bei dieser Idee?

Ich will den Geschmack von Rindsrouladen, aber nicht den Arbeitsaufwand und auf keinen Fall den Preis für geeignetes Fleisch bezahlen. Dazu brauchen wir uns nur die klassischen (österreichischen) Zutaten dafür ansehen:

Fleisch für die Roulade selbst
Senf, Karotte, Sellerie, Essig- / Gewürzgurke und Speck für die Fülle

Rinderschnitzel oder ähnliches Fleisch, welches für Rouladen geeignet ist, kostet meist jenseits der 15€ Grenze und ist somit von günstig weit entfernt. Deswegen habe ich mich für Schopf (Kamm) vom Schwein entschieden. Kostet weniger als die Hälfte.

Auch bei der Zubereitung stütze ich mich auf eine verbreitete Garmethode aus dem BBQ - Bereich. Ich habe Euch hierzu schon mal das Schichtfleisch vorgestellt.

Wie sehen die genauen Zutaten aus?

Dazu kann ich keine Angaben machen, da hier die Geschmäcker zu unterschiedlich sind! Meine Liste sah so aus

  • 1 kg Schopf
  • 4 große Karotten
  • 300 g Sellerie
  • 5 Essiggurken
  • 3 mittlere Zwiebel
  • 6 Stk 1cm dicke Scheiben Bauchspeck
  • je Scheibe Fleisch 2 EL Estragon-Senf
  • etwas Maisstärke

Und so habe ich es zubereitet:

Karotten schälen und einmal der Länge / der Breite nach halbiert. Essiggurken einmal der Lände nach halbiert. Sellerie geputzt und in ca. 1x1cm dicke Stangen geschnitten. Zwiebel geschält und so in Scheiben geschnitten, dass ich je Zwiebel 4 Scheiben hatte.

Fleisch in mindestens 2cm Tranchen geschnitten und beidseitig dick mit Senf eingestrichen und schon ging das "Schichten" im Topf los. Dieser sollte hierfür ein feuerfest / backofengeeignet sein, mit einem Deckel der gut verschließt.

Den Topf mit Hilfe eines Geschirrtuchs etwas schräg auf die Arbeitsfläche stellen. Das erleichter das Schichten ungemein. Wie Ihr nun schichtet ist komplett egal! Ich habe lediglich darauf geachtet, dass jedes Stück Fleisch auch mit den anderen Zutaten in Berührung kommt und so dessen Geschmack aufnehmen kann.

Das Ergebnis sah so aus

Inside-Out Rouladentopf

Deckel drauf und für 2½ Stunden im, auf 180°C Ober-/Unterhitze, Backofen verschwinden lassen.

Danach habe ich das Fleisch in einen Bräter umgeschichtet, samt Speck - Sellerie - Karotte und Gurke, den Rest mit einem Stabmixer fein aufgemixt, durch ein Sieb passiert, nochmals kurz aufgekocht und mit, in kaltem Wasser aufgelöster, Maisstärke abgebunden.

Solltet Ihr zu wenig Saft haben, so gebt vor dem aufkochen einfach etwas Wasser / Brühe hinzu. Der Eigensaft verträgt das schon, da er sehr kräftig von den verwendeten Zutaten ist.

Die Sauce habe ich dann wieder über das restliche Gargut gegeben und, mit Alufolie abgedeckt, nochmals für eine halbe Stunde im Backrohr "ruhen" lassen.

Fertig!

Bis auf die Sauce absolut kein Aufwand und sowas von lecker. Muss mir echt überlegen, ob ich jemals noch "normale" Rouladen machen werde.

TIPP

Dazu passen klarerweise Nudeln aller Art, Knödel oder was man sonst zur klassischen Roulade essen würde.

ETWAS NICHT VERSTANDEN?

Dann besuche mein KÜCHEN - ABC österreichisch => deutsch

PRODUKTEMPFEHLUNGEN
WEITERE INTERESSANTE REZEPTE

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR