Rezept Fleischhahn im Speckmantel
© GUENSTIG-KOCHEN.AT / Franz Emeder
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Fleischhahn im Speckmantel

Das sehr einfache Rezept für einen Fleischhahn im Speckmantel zeigt, dass man sehr preiswert, gepaart mit einem hammermäßigen Geschmack, kochen kann, wenn man nur will. Ohne Verzicht. Iss Hahn statt Huhn! Den musst Du unbedingt ausprobieren. Echt jetzt!

Nein Dankegeht sosolide Hausmannskostgehobene Küche3 Sterne Rezept
Ø 5,00 aus 2 Bewertungen
ZUTATEN für 4 Portionen
  • 1 Fleischhahn, zirka 3,5 kg
  • Salz, Pfeffer
  • 150 g geräucherten Bauchspeck, in Scheiben
  • 8 frische Lorbeerblätter
  • wichtig
  • Küchengarn
Kategorie
HERKUNFT
Österreich
ZEIT
 240 MINUTEN
Schwierigkeit
EIER-KOCH

ZUBEREITUNG Fleischhahn im Speckmantel

Dieses Rezept ist ein Paradebeispiel wofür GÜNSTIG KOCHEN eigentlich steht. Preiswerte Zutaten und der ewige Weckruf auf „alte Fleischsorten“ nicht zu vergessen. Heutzutage verkocht kaum noch jemand männliches Geflügel oder alte Tiere (sprich Suppenhuhn) und darum möchte ich Dir hier zeigen wie geschmacksintensiv und wohlschmeckend der Hahn im Korb sein kann. Außerdem würden sich damit auch einige Probleme der Tierzucht erübrigen und man müsste keine speziellen Gesetze entwerfen, die sowieso wieder so schwammig formuliert sind, dass sie keiner versteht bzw. sie (wenn es drauf ankommt) nicht halten.

Kommen wir aber nun zum Rezept, welches mit unglaublich wenigen preiswerten Zutaten auskommt und trotzdem zu genüsslichen Schmatzen und wohligem Grunzen bei Tisch sorgt 😉

Für den Fleischhahn im Speckmantel säubere zuerst das leckere Tierchen und sieh zu, dass es trocken ist. Entferne die, wenn hoffentlich vorhanden, Innereien und eventuelle Federreste.

Heize den Backofen auf 180°C Ober- / Unterhitze vor. Ein Tipp an meine Freunde, die lieber im Freien kochen: Ich denke, dass dieses Rezept auch bestens in einem Dutch Oven  funktionieren müsste.

Nun würze das gerupfte männliche Masthuhn innen und außen kräftig mit Salz und Pfeffer. Wenn die Innereien vorhanden sind, dann würze auch diese mit Salz & Pfeffer und gib sie zusammen mit 2 Lorbeerblättern in die Bauchhöhle. Da kann schon ein wenig Indiana Jones Feeling aufkommen, achte also darauf, dass Du Dich nicht verlierst! Sollte die Organe fehlen, so gib einfach nur das getrocknete Laub der Lorbeerstrauchs hinein.

Nun darfst Du Deine dunkle Seite ausleben und eine Form von 50 Shades of Hendl genießen. Leg den fleischigen Gockel aufs Kreuz, fixiere die Flügel am Rumpf mit Hilfe des Küchengarns, klemme dann ganz errrodihsch je ein Lorrbeerblatt zwischen die sanften Geflügelchenkel und fixiere dann auch diese, sodass ein kompaktes Paket entsteht. Das verbliebene Lorbeerlaub schiebst Du dann vorsichtig unter die geschwollene Bruscht. Ist Dir auch gerade ganz heiß? Kochen ist wirklich sinnlich, gelle 😉

Darauf verteilst Du nun die Bauchspeckscheiben als wolltest Du eine Mumie bandagieren.

Nun brauchst Du einen feuerfesten Bräter, bei mir reichte der 31 cm Ovale aus Gusseisen , auf dessen Boden Du eine Art Plattform aufbauen musst. Ob Du das mit 2 passenden Holzkochlöffeln  machst oder zum Beispiel mit einem kleinen Edelstahlgitter bleibt dann Dir überlassen. Jedenfalls sollte das Tier nicht direkt auf dem Boden des Bräters aufliegen.

Lege nun das vorbereitete Tierchen mit dem Rücken nach unten in den Bräter, schließe den Deckel und schiebe es auf unterste Schiene für 2 Stunden in das vorgeheizte Backrohr. Danach reduziere die Hitze auf 150°C und belasse den Fleischhahn für weitere 45 Minuten im warmen Stall.

Jetzt nimmst Du den Bräter aus dem Backofen und erhöhst die Hitze auf 200 Grad Celsius. Im nächsten Arbeitsschritt nimmst Du den vorgegarten Gockel aus dem Bräter und legst Ihn auf einen Gitterrost ab, entferne den Speck und die Lorbeerblätter. bepinsle die Brust mit dem ausgetretenen Bratensaft und schiebe das Geflügelgetier nun wieder in den heißen Hühnerstall.

Dort belässt Du den Fleischhahn mit Speckgeschmack solange bis er / die Haut so knusprig ist wie Du es Dir vorstellst.

Lege die letzten paar Minuten den Speck nochmal zum Huhn ins Warme, damit er sich auch nochmal erwärmen kann.

TIPP ZU Fleischhahn im Speckmantel

So ein Fleischhahn im Speckmantel ist deswegen so günstig, da fast niemand männliche Tiere verkochen will, da uns die Werbeindustrie vorgegaukelt hat, dass nur die Weibchen lecker sind. Dem ist aber definitiv nicht so! Lass Dich also nicht beirren durch massiv günstige Preise, die nur zustande kommen, da es hierfür anscheinend keinen Markt gibt. Nutze also die Gunst der Stunde und mach das wovon andere nur reden.

Ach ja… hierzu passt eine Ofenkartoffel mit einem Sauerrahm-Speck-Topping perfekt. So ausgestattet reicht so ein maskuliner Mistkratzer dann auch schnell für 6 Personen(!)

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Rezept Fleischhahn im Speckmantel
  • VERÖFFENTLICHT
    12/2021
  • ZUGRIFFE
Zuletzt aufgewärmt am 22.12.2021
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Bis jetzt 2 Antworten

  1. Marc sagt:

    Die Idee mit dem Hahn ist schon gut. Nur….wenn es keiner anbietet, weil uns die Werbeindustrie sagt, dass die Weibchen besser schmecken oder besser sind und keiner solche „Hähne“ männlich anbietet, TK oder frisch – wie soll ich das denn dann zubereiten?
    Wo hast du – Verfasser – denn diesen „Fleischhahn“ gekauft?

    Ich würde das schon gerne nachkochen, nur sehe ich immer nur Hähnchen und weibliche TK Hähnchen und Hühner, mal Hähne nie.
    Jetzt hab ich mal im internet recherchiert und gesehen, dass man „Hähne“ nicht günstig bekommt, weder frisch noch TK.
    Das Kilo für 15 Euro? Nicht mal Bio…oder sonstwas… Das wären dann für 3,5 kg stolze 52,50 € ? Wo ist das dann noch günstig?
    Oder ein 3 KG Fleischhahn vom russischen Geschäft dann für 13 Euro. Pro Kilo dann 4,50 €. Schon weitaus günstiger.
    Wenn ich jetzt bei mir im Edeka geschaut habe, kostet 1 KG Brathähnchen rund 1,90 €.

    Wo also lieber Verfasser liegt hier der preisliche Leckerbissen bei einem Fleischhahn?

    • Wie Du – lieber Kommentator – richtig erkannt hast, gibt es noch nicht flächendeckend so leckeres Getier zu kaufen. Dem kann der Konsument – also auch der liebe Kommentator – entgegenwirken, indem er/sie danach frägt, die Ware kauft wenn sie angeboten wird (anstatt naserümpfend zum Weibchen zu greifen) und/oder sie bestellt.

      Man kann auch – wie Du lieber Kommentator – eine Suchmaschine anwerfen. Gut gemacht!

      Was und wo jemand kauft ist jedem selbst überlassen, hier gibt es (wie üblich) keine Empfehlung von mir, da mir das nicht zusteht. Bevormundungen samt schlechtem Gewissen gibt aus auf anderen Foodblogs oder -plattformen.

      Ich für meinen Teil habe es ganz normal im Supermarkt gekauft als man die Kundschsft entscheiden ließ es anzunehmen oder nicht. Kilopreis waren 5,49€ und ich lebe noch.

      So – lieber Kommentator – ausgestattet mit den Infos, die ich geben kann, sollte es Dir, als mündigen Konsument, möglich sein eine Entscheidung zu treffen.

      Also nochmal: WIR müssen den Anbietern signalisieren, dass wir Fleischhähne wollen, dann bekommen wir sie auch. Klappt ha mit anderen Abartigkeiten ja auch, oder?

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