Rezept Brennsterz
© GUENSTIG-KOCHEN.AT / Franz Emeder
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Brennsterz

Der Brennsterz ist ein deftiges Rezept aus Großmutters Küche, welches auch in der bäuerlichen / Arme-Leute-Küche großen Anklang gefunden hat. Es zeigt mit welch geringen Mitteln man eine sättigende Speise, für wenige Cent, auf den Tisch bringen kann. Probiere ihn doch aus!

Nein Dankegeht sosolide Hausmannskostgehobene Küche3 Sterne Rezept
Ø 3,50 aus 2 Bewertungen
ZUTATEN für 4 Portionen
  • 400 g Weizenmehl
  • 70 g Margarine
  • 1 TL Salz
  • 500 ml Wasser, kochend
Kategorie
HERKUNFT
Österreich
ZEIT
 20 MINUTEN
Schwierigkeit
EIER-KOCH
Rezeptwelt(en)

ZUBEREITUNG Brennsterz

Dieses Rezept ist auch eines aus der Reihe: „Was esse ich, wenn ich so gut wie kein Geld habe“. Ich habe Dir ja schon einige Male erzählt, dass es nach fetten Jahren immer wieder zu Ereignissen gekommen ist, die mir ordentlich an die Substanz gegangen sind. Jedenfalls war es immer eine Frage was ich denn um wenige Cent heute noch essen könne.

Hilfreich sind hier immer wieder die suchenden Blicke in alte Kochbücher oder die Suche nach Rezepten aus der Nachkriegszeit. Und so stieß ich dann immer wieder mal auf  das Rezept des Brennsterz oder auch bekannt unter dem Namen Holzknechtnocken.

Eines muss man hier aber klar sagen: Wer denkt, dass die Arme-Leute-Küche wegen ihrer Einfachheit auch relativ „kalorienarm“ ist, der/die ist absolut schief gewickelt! Galt es doch mit so wenig als möglichen Zutaten so viel als möglich an kalorischer Energie bereitzustellen.

Wir haben (noch) das Glück uns nicht hauptsächlich von solchen Gerichten ernähren zu müssen, für uns sind es kurze kulinarische Ausreißer (die zwar definitiv lecker sind), denn wenn man das tun muss, dann ist „des a zache G’schicht!“ (eine zähe Geschichte). Und da ich das musste, kannst Du mir das auch glauben.

Der Brennsterz ist ein wirklich sehr sehr einfaches Gericht mit wenigen wirklich günstigen Zutaten. Was Du hier aber brauchst ist eine gute beschichte Pfanne  oder gut eingebrannte Pfanne aus Gusseisen  oder eine geschmiedete Pfanne .

Bringe das Wasser zum Kochen, gib das Mehl in eine Schüssel, würze mit einer guten Prise Salz und übergieße das Mehl, in mehreren Etappen (3-4), mit dem kochenden Wasser („abbrennen“ – von daher Brennsterz) und vermenge dies ganz locker mit einer Gabel. Rühre also nicht wie von der Tarantel gestochen umher, geradeso als wolltest Du einen Teig anrühren, sondern lass Dir hierbei wirklich Zeit. Es sollen lockere Klumpen entstehen.

Erhitze dann die gewählte Pfanne, gib die Margarine hinein, aufschäumen, jetzt gib die Mehl – Wasser – Mischung hinzu, decke die Pfanne kurz zu und lasse den Sterzteig kurz „dünsten“. Deckel entfernen, Teig bröckelig zerstechen, hierzu eignet sich ein Pfannenwender aus Holz  wunderbar,

Abschließend noch gut braten, sodass der bröckelige Brennsterz Farbe genommen hat. Du weißt schon… Rrrrrrrrröstaromen ^^

TIPP ZU Brennsterz

Der Brennsterz eignet sich auch als Suppeneinlage oder als deftige Beilage anstatt der herkömmlichen Nockerl. Im Original wird der Sterz mit Schweineschmalz gebraten. Um den abgebratenen Mehlsterz noch etwas aufzuwerten, wenn das Geld reicht, kann man dazu eine Stob’n / Rahmsuppe essen.

Was diesem doch sehr einfachen Gericht eine geschmackliche Wohltat zukommen lässt ist, wenn man das Mehl vorher „lindet“. Hierzu wird das Mehl in einer trockenen Pfanne so lange geröstet bist es minimal Farbe genommen hat und angenehm zu riechen beginnt.

Bekömmlicher wird das Ganze, wenn man das reine Weizenmehl zur Hälfte durch Roggenmehl ersetzt oder gleich auf Heidenmehl (wie es regional genannt wird – es ist aber Buchweizenmehl ) setzt.

Als Getränk dazu passt Kaffee oder ein Glas kalte Milch.

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Rezept Brennsterz
  • VERÖFFENTLICHT
    05/2022
  • ZUGRIFFE
Zuletzt aufgewärmt am 19.05.2022
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