Rezept HORL Rollschleifer Messerschärfer
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HORL Rollschleifer Messerschärfer

Nein Dankegeht sosolide Hausmannskostgehobene Küche3 Sterne Rezept
Ø 3,81 aus 37 Bewertungen

Der HORL Rollschleifer im Testbetrieb. Jeder will scharfe Messer haben und deswegen habe ich mir für Dich diesen Messerschleifer angesehen. Ob dieser was taugt, wie das Preis- / Leistungsverhältnis aussieht und noch einiges mehr erfährst Du hier.

Wie eigentlich jeder von uns möchte auch ich hier in meiner Küche nur scharfe Messer in der Lade, auf der Magnetleiste oder im Messerblock haben. Leider gibt es dafür aber Produkte wie Sand am Meer und so habe ich mich einige Zeit belesen und habe mir dann letztendlich den HORL Rollschleifer geholt, der von sich selbst behauptet DER Messerschärfer schlechthin zu sein und auch einige Tests scheinen dies zu bestätigen.

Also schnellstens im World Wide Web geordert und gleich mal ausgepackt / probiert. Wie nun meine Erfahrung mit diesem Rollschleifer von HORL ist erfährst Du, wenn Du hier weiterliest.

Umweltfreundlich verpackt wird der HORL Messerschleifer in einer Kartonverpackung, die Du später auch zur Aufbewahrung nutzen kannst, geliefert. Das ist doch schon mal ein großer Pluspunkt in unserer Plastik geprägten Zeit.

Der Lieferumfang sieht wie folgt aus

HORL Rollschleifer Messerschleifer Nuss Inhalt

Enthalten sind also

  • der Rollschleifer
  • die Schleiflehre
  • ein Kurzanleitung
  • und ein Dankeskärtchen

Der Rollschleifer selbst ist fix fertig montiert und ist daher sofort einsatzbereit. Eine Seite ist mir einer reinen Edelstahl-Scheibe (zum Abziehen und entfernen von etwaigen Graten nach dem Schleifen) und die andere mit einer Diamant-Scheibe, die zum eigentlichen Schleifen dient.

Die Schleiflehre sorgt mit den beiden starken Magneten dafür, dass Dein Messer (mehr oder weniger) stabil im 15° Winkel, für die perfekte Schärfe, gehalten wird. Warum nur mehr oder weniger? Bei langen Messern oder zu schlampigen Anbringung des Schneidgeräts kann es vorkommen, dass sich das Messer löst oder bei zu festem Druck biegt. Somit muss hernach der Rollschleifer eine Kurve beschreiben.

Im Einsatz sieht dann der Gerät so aus

HORL Rollschleifer Messerschleifer Nuss Schleifen

bzw von der anderen Seite so

HORL Rollschleifer Messerschleifer Nuss Schleifen

Auf dem letzten Bild siehst Du auch wunderbar die Kerbe, versehen mit weiteren Magneten, die zur Aufnahme von kleineren Klingen (Gemüsemesser, Allzweckmesser,…) dient.

Der Schleifvorgang an sich ist relativ einfach wie tricky. Messer an die Schleiflehre angelegt, Diamantschleifscheibe zur Klinge geführt und nun versuchen ohne Druck in geraden Zügen die Schneide, denn nur diese sollte die Scheibe berühren (siehe Bild oben) entlangzufahren.

Das klappt nach einiger Zeit ganz gut, kann aber sehr zeitaufwendig (speziell bei falsch eingeschliffenen oder sehr stumpfen Messern) werden. Auch muss jede Seite der Schneide separat bearbeitet werden.

Hier liegt auch schon wieder der Teufel im Detail: Man sollte genau mitzählen wie oft man auf einer Seite hoch und runter gerutscht ist, da man gefälligst auch die selbe Anzahl an Streicheleinheiten auf der gegenüberliegenden Seite anzuwenden hat. Tut man das nicht, so schiebt sich der Mittelpunkt der Schneide irgendwann aus der Mitten nach Links oder Rechts. Was ja nun auch wieder nix ist.

Wer jetzt glaubt, dass es sich micht 2 – 3 x hoch runter pro Seite getan ist und das Messer wieder wie Sau schneidet (ich möchte aber anmerken, dass ich bis heute nicht weiß wie eine Sau schneidet!), der/die irrt gewaltig. Das dauert je nach Material der Klinge schon mal einige Minuten pro Seite.

Ja, die Klinge ist bei sachgemäßer Handhabung danach sicher scharf wie Nachbars Lumpi, aber da ist eben der Faktor Zeit und da kann es passieren, dass das zu schneidende Lebensmittel zwischenzeitlich ein Eigenleben entwickelt.

Auch ein Punkt den man nicht außer acht lassen sollte ist, dass auf Grund der Bauform es schon passieren kann, dass man nicht bis zum Ende der Messerklinge kommt und diese somit ungeschärft bleibt. Je nach Form und länge des Erls / Griffs.

Was mir persönlich gar nicht gefällt ist der hohe Abtrag an Material am Messer, denn dieser ist teils ganz beträchtlich und zeigt sich bei einem reinigen des frisch geschärften Messers als grauer Schleifstaub im Geschirrtuch bei der Reinigung.

Damit nun aber das Schleifgut wirklich scharf ist bedarf es noch einer Behandlung mit dem Lederriemen (Abziehleder) .

Die Reinigung der Diamantscheibe ist so einfach wie genial, denn diese erfolgt mittels Radiergummi. Ja genau, Du radierst die Spuren der Schärfaktion einfach weg und kehrst anschließen den Metallabrieb samt Radiererfuzzeln vom Tisch.

Was nun den Preis angeht sind 117€+ auch kein Pappenstiel, sicherlich ist es das Material, die Verarbeitung & Co es wert, jedoch wird für viele Kaufinteressenten gerade das ein K.O. – Kriterium sein.

ZUBEHÖR

Wie fast zu jedem Ding gibt es auch hier jede Menge an Zubehör zu kaufen. Dies reicht von der stylischen Holzablage (damit man seinem Rolli immer griffbereit auf der Arbeitsfläche stehen hat), über die Station für Scheiben  bis in zu den verschiedensten Schleifscheiben (mit zB groben Diamanten für mehr Abtrag oder Schleifsteinen für ein feineres Schleifergebnis)

FAZIT

Mein Fazit ist eher durchwachsen und bei weitem nicht so überschwänglich erfreut wie das bei so manchem Kollegen der Fall ist, da es sich hier A) um ein wertiges und schönes Stück handelt, aber B) zB der Aufwand / der Preis einfach zu hoch sind.

Ich formuliere es mal so:

Für Nerds, für die Geld und Zeit absolut keine Rolle spielen, die einfach alles haben müssen – denen sei der HORL Rollschleifer als Messerschärfer dringend empfohlen.

Wenn Du aber auf Dein Geld achten musst, Du nur eine rasche Möglichkeit suchst (ohne Fachkenntnisse des Schleiferhandwerks) Deine Messer nachzuschärfen bzw scharf zu halten (bis zur jährlich angeratenen Profischleifung) – dann bist Du hier definitv falsch.

Um aber sein/e Messer richtig einzuschleifen, sprich auf die gewünschten 15° zu bringen, ist der Rollschleifer die richtige, wenn auch nicht günstige, Wahl. Kommt aber im alltäglichen Leben eines Hobbykochs so gut wie gar nicht vor, da im Grunde alle wertigen Messer gut vorgeschliffen sind. Über die 5 – 10€ Dosenöffner brauchen wir hier nicht zu reden, denn wer sich solche Messer kauft, der frisst auch kleine Kinder wird auch nicht über den Kauf einen solchen Schleifgeräts nachdenken.

Auch würde ich persönlich den HORL Messerschleifer nicht zu oft, wenn überhaupt, an teure Messer vom Messerschmied oder welche aus Damast ranlassen.

Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du den Horl Rollschleifer? Was sind Deine Erfahrungen damit? Ich würde mich freuen, wenn Du mir Deine Meinung, hier unter diesem Blogbeitrag, als Kommentar hinterlassen würdest.

Horl-1993 HR3 HORL Rollschleifer Messerschärfer (Nussbaum) & Magnet-Schleiflehre, Holz
  • Artikelbezeichnung: HORL-1993 Rollschleifer / Messerschleifer mit Magnetschleiflehre - Nussbaum Artikelnummer: RSN Material: Edelstahl, Nussbaum-Holz, Diamant-Schleifpartikel Körnung Diamant-Schleifseite: D35 (ca. #420) Schleifwinkel: 15° Haltemagnete: Neodym Geeignet für: Gemüsemesser, Kochmesser und Universalmesser in jeder Stahlqualität, auch aus japanischem Damaszener Stahl

HORL Rollschleifer Messerschärfer

Preis ab 117,95€
QUALITÄT
5
VERARBEITUNG
5
FUNKTIONALITÄT
3
PREIS / LEISTUNG
3
WERTUNG
(maximal 5 Punkte möglich)
HORL Rollschleifer Messerschärfer
4

KURZFASSUNG

Im Grunde nicht schlecht, aber sehr Zeitaufwendig und kostspielig

  • VERÖFFENTLICHT
    01/2020
  • ZUGRIFFE
WEITERE INTERESSANTE BEITRÄGE

Bis jetzt 5 Antworten

  1. Gerhard Krause sagt:

    Nachdem ich auf den Rollenschleifer gerade aufmerksam geworden bin, habe ich recherchiert und nur begeisterte Testberichte gefunden – so etwas macht mich stutzig. Mit dem Preis habe ich keine Probleme, wenn ich den Preis vom Graef cc150 sehe. Aber dieser Bericht zeigt genau die Punkte auf, bei denen ich Bedenken hatte, insbesondere der hohe Materialabtrag durch die Diamantscheibe. Mein Kochmesser soll nicht in ein paar Jahren wie ein Ausbeinmesser aussehen. (Mein Onkel hat da mit Wetzstahl über 30 Jahre für gebraucht.) Alles in allem sehe ich keinen Zusatznutzen gegenüber meinen verschiedenen Wetzstählen und dem Satz Schleifsteinen. So selten, wie ich mit den Schleifsteinen an die Messer muss, ist keine Zeitersparnis zu erkennen, das Wetzen geht mindestens so schnell wie das Rollen. Und eine bessere Qualität des Schliffs ist auch nicht zu erwarten, solange ich nicht Parkinson habe. Für manche Küche, auch in meinem Bekanntenkreis, wäre das eine gute Sache, aber da tut es dann doch ein Schleifer für die Hälfte.

  2. Josh sagt:

    Die Idee ist ja ganz interessant, aber definitiv zu hochpreisig.

  3. Andre sagt:

    Ich war von der Idee und der Ausführung zunächst überzeugt und begeistert. Der konstante Schleifwinkel und die sehr wertige Machart ließen auf gute Ergebnisse hoffen. Da schien auch der Preis gerechtfertigt.
    Aus der Praxis kann ich dann berichten, dass es zu einem sehr hohen Materialabtrag kommt und die Messer nicht recht scharf werden. Ich hatte dabei auch die Zusatzschleifscheiben mit 3000er und 6000er Körnung im Einsatz und 60 Minuten Zeit investiert . Ich habe den Schleifer verliehen und nahezu identische Erfahrungsberichte bekommen. Persönlich habe mit einem einfachen Korundstein und dem Schleifen nach Augenmaß und Freihand deutlich bessere Ergebnisse erzielt, auch wenn ich zunächst Sorge hatte einen konstanten Winkel nicht einhalten zu können. Der Rollschleifer geht somit an jemanden der sich weiter daran versuchen möchte.

  4. Nando sagt:

    Ich habe diesen Rollschleifer zu meinem Geburtstag bekommen. Meine Mutter war davon so sehr begeistert das sie nicht mehr davon abzubringen war. Seit Jahren koche ich unheimlich gerne und lege wert auf scharfe Messer. Dies war wohl der ausschlaggebende Punkt.
    Seit mehreren Jahren nun habe ich ein Zwilling-Messer welches ich seit je her mit einem Wetzstab selbiger Marke schärfe und mittlerweile super damit zurechtkomme.
    Heute kam nach längerer Lieferzeit endlich besagter Rollschleifer an und wurde direkt getestet. Vorweg muss ich sagen, dass das Design wie als auch die verwendeten Materialien einen sehr hochwertigen und positiven Eindruck machen, ABER hier geht es ja nicht ums aussehen, sondern um die Funktion, und die, so muss ich sagen, ist eher mittelmäßig.
    Die Diamanten-Oberfläche trägt wie schon vom Beitragsteller erwähnt, sehr viel Material ab, welches sich logischerweise während dem schleifen überall anheftet. Durch die Magnethalterung heftet sich der Großteil des Staubs am magnetisierten Messer selbst an, macht sich aber auch auf dem Halter, den Fingern und der Arbeitsoberfläche breit. Kur gesagt: Es ist eine riesen Sauerei…
    Dazu kommt, das durch die runde Außenkante der Diamanten-Oberfläche mein Griff am Messer beschädigt wurde.. Um die komplette Klinge zu schärfen bin ich logischerweise von ganz vorne bis ganz zum Griff gerollt und genau HIER ist (je nach Messer) darauf zu achten, das die Rolle keinesfalls den Griff gerührt, da schon bei der kleinsten Berührung Kratzer bzw. im Plastik gar riefen entstehen.
    Nachdem dann alles geschliffen, entgratet und gesäubert war, kam der Test. Eine Paprika musste herhalten. Zu meinem erstaunen konnte ihr die Klinge wenig anhaben und nach mehrmaligem Versuch und stätig gesteigertem Druck habe ich sie dann doch geschnitten bekommen. Fazit. Enttäuschnd. Ich habe dann kurzer Hand mit meinen Wetzstab nachgearbeitet und siehe da.. wie eine Rasierklinge. Dieses Ergebniss hatte ich mir allerdings ohne Nachbearbeitung gewünscht. Besonders für diesen hohen Preis. Ernüchternd..

  5. Otto Müller sagt:

    Ich wollte schon immer mehr wissen über Messer nachschleifen. Ich denke, das ist etwas, über das jeder mehr wissen sollte. Ich werde diesen Artikel auch mit meinem Onkel teilen. Das interessiert ihn auch.

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