Rezept Dille

Dille

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Die Dille wird auch Gurkenkraut oder einfach Dill genannt. Das zarte und typisch nordische Gewürzkraut lässt sich besonders vielseitig verwenden. Dabei denkt man zuerst an Fisch, Gurken und Rindfleisch. Aber auch Kräuterlikören gibt Dille besondere Aromanuancen.

Dille: zart, gesund und vielseitig

Das Kraut ist ein zarter Verwandter des Fenchels (Anethum graveolens). Sein Name leitet sich ab von „Dolde“ oder dem altnordischen „dilla“ für „beruhigen“ – sicher wegen seiner besänftigenden Wirkung auf den Verdauungstrakt. Bekannt sind verschiedene Dillsorten wie Dukat, Fernleaf oder Herkules.

Verwendbar sind die oberirdischen Teile. Hauptsächlich die federteilig feinen Blätter sind die Geschmacksträger – als besonders intensiv-aromatischer Krondill werden sie von der blühenden Pflanze geerntet. Dabei soll er möglichst frisch verwendet werden, denn das Aroma verliert vergleichsweise schnell an Intensität. Die Samen aus der gelbblühenden Doppeldolde beinhalten viel ätherisches Öl. Das hellgelbe Dillöl (Oleum anethi) gewinnt man aus dem Kraut und aus dem Samen. Dillsamen würzen unter anderem auch Currypulvermischungen und besondere Kräuterliköre, die mild harntreibend und desinfizierend wirken.

Charakteristisch ist das leicht süße Aroma, das an Kümmel und Anis erinnert. Das Gewürzkraut liefert wertvolle Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Kalzium sowie die Vitamine C und A.

Das Dillkraut wächst einjährig an warmen, sonnigen und windgeschützten Standorten. Als Schwachzehrer begnügt es sich mit nährstoffarmem Boden.

Mit Dill günstig kochen

Dass man mit dem Kraut aromatisch und günstig kochen kann, nutzte man bereits in der alten römischen Küche. Damals würzte es Geflügel und Wein. Nichtsdestotrotz schwankte die Beliebtheit des Dills über die Jahrhunderte: Der Baron Rumohr (1785 – 1843), Gourmet seiner Zeit und Verfasser des damals richtungsweisenden Buches „Der Geist der Kochkunst“, kannte Dillkraut nur noch zum Einmachen von Gurken. Dabei ist die Herkunft des Krauts bis heute nicht vollständig geklärt: Es könnte aus Indien, dem Orient oder dem Mittelmeergebiet stammen.

Von Dill-Dressing bis Sauce à l‘ aneth

Heute gedeiht Dillkraut besonders in nördlicheren Breiten und avancierte zum skandinavischen Allrounder. So manches schwedische Smörgåsbord wird üppig mit Dill dekoriert. Das Dillkraut wird außerdem nicht nur für Dill-Dressings verwendet, vielmehr zaubern Köchinnen und Köche verteufelt gute Krebs-, Aal- und Krabbeneinlagen in die Dillsuppe und veredeln den berühmten Graved Lachs damit.

Frischer Gurkensalat, junger Kohl und neue Kartoffeln brauchen feingehacktes Dillkraut und mit der klassischen Dill-Sahne-Soße Sauce à l‘ aneth wird Rindfleisch, Rinderzunge oder Fisch zum Hochgenuss. 

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