Rezept Anis

Anis

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Pimpinella anisum lautet der lateinische Name für Anis, die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler. Zurückverfolgen lässt sie sich bis ins 16. Jahrhundert v. Christus. Es ist überliefert, dass schon die alten Griechen die Würzkraft der Anispflanze schätzten, gleiches ist aus dem alten Rom bekannt. Erst im Mittelalter hielt die Pflanze Einzug in Deutschland. Bevorzugtes Anbaugebiet war damals der Osten des Landes. 
Ursprünglich ist der Doldenblütler vermutlich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet. Heute wird er überall in Ländern mit gemäßigtem Klima angebaut, von Mittelamerika bis Mitteleuropa, Japan, Südeuropa, sowie den Gebieten um das Mittelmeer, hauptsächlich jedoch in Südrussland.

Bis heute ist die Pflanze weder aus der Hausapotheke noch aus der Küche wegzudenken. Zu verdanken hat sie das ihrer Heil- und Würzwirkung.

Anis als Heilpflanze

Zum Einsatz kommen die getrockneten Früchte, die reichlich ätherisches Öl enthalten. Anwendung findet die Heilpflanze vor allem bei Erkältungskrankheiten, wie Husten und Bronchitis. Die schleimlösende Wirkung der Pflanze erleichtert das Abhusten aus den Bronchien, gleichzeitig entspannt sich die Atemmuskulatur. Beide Wirkmechanismen mildern so die Beschwerden des Erkrankten. 
Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Verdauungsbeschwerden. Dazu zählen Bauchkrämpfe, Völlegefühl und Blähungen. Hier bieten sich Teezubereitungen an, die aufgrund ihrer entkrampfenden Wirkung schmerzhafte Krämpfe lindern können. Darüber hinaus wirken die in der Arzneipflanze enthaltenen Stoffe appetitanregend und verdauungsfördernd.

Sogar Mütter und deren Babies profitieren vom sogenannten Stilltee, einer Kombination aus Anispflanze mit Fenchel und Kümmel, der fürs Baby entblähend wirkt. Zusätzlich wird die Milchproduktion der Mutter angekurbelt.

Anis als Gewürzpflanze

Die Früchte der Anispflanze (auch süßer Kümmel genannt) schmecken würzig-süß. Das kräftige Aroma der Samen erinnert an Lakritze. Wer gut und günstig kochen möchte, sollte auf das Aniskraut nicht verzichten. Für Fleisch- und Fischspeisen, verschiedene Suppen und Eintöpfe und einigen Gemüsesorten eignet sich das Würzen mit dieser Pflanze hervorragend. Neben gut und günstig kochen lässt sich mit diesem Gewürz auch gut und günstig backen. Jedem bekannt sind Anisplätzchen, süßer Kümmel findet sich auch in Kuchen, Brot und anderen Backwaren. Bei den Spirituosen ist Ouzo, ein griechischer Anisschnaps, hervorzuheben. Die Anispflanze fördert den Geschmack von Gerichten und wirkt sich in milder Form aufgrund der Inhaltsstoffe auf die Gesundheit aus. Beim Kauf der Anispflanze sollte immer auf Bioqualität geachtet werden.

In Deutschland wurde Pimpinella anisum zur Arzneipflanze des Jahres 2014 gewählt.

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