Restlessen

ekelhaftgeht sosolide Hausmannskostgehobene Küche3 Sterne Rezept
Ø 5,00 - 1 Bewertungen
BEWERTE JETZT

Immer wieder mal kauft man günstig oder kocht zu viel, um anschließend im Biomüll zu verschwinden. Ich möchte Dir ein paar Ideen mitgeben was Du mit Essensresten noch leckeres zaubern kannst.

Du kennst das sicher: Statt 2 Portionen Nudeln werden 4 gekocht, Reis gleich für eine ganze Kompanie und das letzte Restchen Schinken will sich partout niemand auf sein Brot legen. So kommt was eigentlich nicht kommen muss: Das Restl (Essensrest) wandert, hoffentlich, in den Biomüll. Dies sollte aber auf keine Fall zum gewohnten Gang werden, denn zum einen werfen wir Geld weg und zum anderen kann man aus solchen Resten durchaus noch etwas Schmackhaftes zaubern. Hier einige Ideen von meiner Seite was Du damit machen kannst.

Restlessen - Essensreste müssen nicht automatisch in den Biomüll

Wurst-, Braten- und Schinkenreste

Der Österreicher wird dabei sofort an die beste Art und Weise denken diese zu verwerten! Nämlich zu Haschee. Denn daraus lassen sich wunderbare Gerichte zaubern wie z.B.: Hascheeknödel oder eine  Fleckerlspeis, die man mit wenigen weiteren Zutaten wirklich preiswert zubereiten kann.

Es hält Dich also niemand auf einen kleinen Platz in Deinem Tiefkühler, für eine etwas größeres Behältnis, zu reservieren, in dem Du nach und nach diese "Restln" einfrieren und bei Bedarf durch den Fleischwolf jagen kannst.

Gemüse- und Obstreste

Auch hier ist es immer wieder das gleiche: Man schält eine Karotte, einen Sellerie oder ein ähnliches Gemüse und wirft die Überbleibsel achtlos weg. Dabei kann man auch hier wunderbare Dinge zaubern. Mir fallen getrocknete Tomaten ein, die sich wunderbar aus Tomaten herstellen lassen, die keiner mehr essen will, weil matschig. Oder man verwertet diese anstatt Dosentomaten zu einer Bolognesevariation.

Mir fällt ein die Gemüsereste einzufrieren und bei Bedarf daraus einen Gemüsefond zu machen, den man dann entweder in Gläsern einweckt oder wiederum einfrieren kann. Aus Kartoffelschalen lassen sich im Nu Kartoffelchips herstellen, indem man sie auf Backpapier legt und im Ofen knusprig ausbäckt.

Obstreste lassen sich auch schnell mal zu einem Essig ansetzen. Während man aus größeren Mengen Mus, Röster aller Art oder (aus Zwetschken) ein Powidl kreieren kann. So hat man speziell im Winter immer etwas Sommer/Herbst auf Lager.

Pasta bzw. Nudeln und Reis

Hier gäbe es die Möglichkeit diese zu Aufläufen oder einer Frittata zu verarbeiten. Bei Letzerer braucht es lediglich noch Eier und weitere Kühlschrankreste (!), die man miteinander vermengt und in einer beschichteten Pfanne, mit etwas Fett, brät. Dazu ein einfacher grüner Salat und schon hat man wieder günstig gekocht.

Aber auch ein Reisfleisch kann man mit zu viel gekochtem Reis wunderbar am nächsten Tag auf den Mittagstisch zaubern.

Käse hoch 3

Ein Eckchen hiervon und ein Stückchen davon findet man sehr oft in den heimischen Kühlschränken. Und alle haben sie etwas gemeinsam: Sie sind entweder zu wenig oder es will sie keiner mehr essen, da vielleicht auch noch etwas angetrocknet, weil falsch gelagert.

Auch hier bietet sich sofort eine schmackhafte Lösung an! Nimm wieder ein Gefrierbehältnis, reibe den Käse und friere den Reibkäse so ein. Nach und nach erhältst Du so den geilsten Mischkäse zum Überbacken, Gratinieren oder als Belag für Deine hausgemachte Pizza. Ich für meinen Teil kaufe schon lange keinen geriebenen Käse mehr.

Brot & Gebäck

Auch das muss nicht unbedingt in die Biotonne, wenn es nicht mehr ganz so frisch bzw. etwas hart ist. Hier bietet es sich an, aus hart gewordenem Gebäck, seine eigenen Semmelbrösel zu machen, die man wiederum in vielerlei Gerichten (Aufläufe, zum Panieren, etc) verwenden kann. Glaub mir: Du wirst noch nie ein besseres Schnitzel selbstgemacht und gegessen haben! Auch Croutons sind ein Beweis dafür, dass man mit "altem" Brot noch etwas Wunderbares zaubern kann. Auf meinem Plan steht auch noch eine Brotsuppe.

FAZIT

Die Biotonne ist kein Sparschwein in der man sein Geld, in Form von Essensresten, einwirft. Schon gar nicht wenn man daraus noch vielerlei Köstlichkeiten auf den heimischen Speiseplan bringen kann und damit genau eines in Perfektion macht => GÜNSTIG KOCHEN!

Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig inspirieren und Dir einige Wege aufzeigen wie Du Deine Küchenreste verwerten kannst und somit Bares für wichtigere Dinge (einen Porsche, eine eigene Insel oder die Weltherrschaft) sparst.

Wie findest Du meine Ansätze? Hast Du noch weitere Ideen? Dann lass es mich bitte in den Kommentaren dieser Seite wissen.

WEITERE INTERESSANTE BEITRÄGE

Bis jetzt 2 Antworten

  1. Inga Neumann sagt:

    Da hast du Recht, es wird viel zu viel weggeschmissen? bei uns gibt's dann immer Rumfort, da kommen die tollsten Kreationen raus, die man nie wieder so hinkriegt??

  2. Freitag aufm Markt total verpeilt Pastinake und Petersilienwurzel für meine Kaninchen gekauft, obwohl sie die derzeit nicht fressen und darum eigentlich nicht gekauft werden sollten. Naja wie war das so mit im Trott sein und Routine und so?
    Früher hätte ich sie einfach weggeworfen, da ich sie selbst nicht wirklich mag.
    Heute kommen sie in Tiefkühler (zu den ca. 3 kg Möhren die von Zwergis da noch liegen, denn Kaninchen frisst grad nur das Grün....) und werden dann nach und nach die nächsten Monate über in meinen Suppen versteckt. Nie zuviel aufmal, sondern immer nur ein bisschen. Hält ja zum Glück recht lang.
    Damit ich sie nicht verwechsel (sehen schließlich ziemlich identisch aus) eine Hälfte zerkleinert, eine Hälfte rund gelassen (Y) .
    Leider in Plastiktüte, meine Boxen sind alle voll - mit Brot, das ich für meine Suppen dazu brauche.

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR