Rezept Liebe militante Veganer
© GUENSTIG-KOCHEN.AT / Franz Emeder

Liebe militante Veganer

Nein Dankegeht sosolide Hausmannskostgehobene Küche3 Sterne Rezept
Ø 4,00 aus 10 Bewertungen

Im Grunde genommen sollte es ja nichts Neues sein, dass ich gewissen Strömungen, eigentlich immer, kritisch gegenüberstehe und ich mich damit intensiv beschäftige. Veganer und deren Essgewohnheiten sind eine dieser Lifestyle-Strömungen. Aber auch deren (teils) militantes bzw. zwanghaftes Verhalten in Manier der Zeugen Jehovas aufzutreten und zu versuchen alles und jeden schlecht zu machen / – zu reden der „andersgläubig“ (in dem Fall eben bekennender Fleischesser) ist. Ich spreche hier also wahrscheinlich nur von <= 5% der Personen, die sich auf diese Weise ernähren wollen / müssen. Eigentlich nichts anderes als wie bei den ehemaligen Nichtrauchern.

Ich möchte in diesem kurzen Beitrag nur einen neuen Gesichtspunkt ansprechen und nicht wirklich ein Bashing betreiben, da es mir, gelinde gesagt, am Allerwertesten vorbeigeht, wann, wo und vor allem was jemand seinem Körper zuführt.

Liebe Veganer - Offener Brief an die "besseren" Esser

Ich würde sogar behaupten, dass ich es verstehen kann, wenn jemand sagt:

Ich verzichte aus empathischen Gründen, gegenüber dem Tier, auf tierische Produkte.

Zeigt es doch, dass das Tier Mensch doch noch Gefühle besitzt! Kein Verständnis habe ich allerdings, wenn man die Bio-/Öko-Karte als Trumpf ausspielt, denn die habe ich Euch ja schon in meinem Beitrag Bio – Sinn oder Unsinn eindeutig widerlegt.

Auch verstehe ich, dass jemand aus gesundheitlichen Gründen oder aus Beweggründen des „eigenen“ Wohlbefindens diesen Weg beschreitet. Aber trotzdem will sich mir manch manisches Verhaltensmuster, speziell von ehemaligen Omnivoren / Pantophagen, nicht erschließen. (Anmerkung: Omnivoren / Pantophagen sind Fremdwörter für  den gemeinen „Allesfresser„.)

Es gibt da Dinge wie Rudelbildung

Komischerweise treten Vertreter der militanten Fraktion, bei Themen rund um Fleisch, immer in Gruppen auf und hauen ordentlich auf den / die „Kannibalen“ ein. Das erinnert mich immer an eine gewisse Gruppe von Mitmenschen, ich bediene hier mal ein Klischee, die, wenn sie jemand vor die Türe bitten, um eine Situation mit den Fäusten zu „klären“, zuerst 10 Kumpels anrufen müssen, damit die Sache geklärt werden kann.

Der nächste Punkt ist Verleugnung

Da werden dann Argumente gezogen, die einem, sollte man nur ein wenig im Biologie-Unterricht aufgepasst haben (aber wer hat das schon, außer bei den Bienen und Blumen? 😉 ), die Haare zu Berge stehen lassen. Es kommt dann etwas in der Art: (ich zitiere frei)

Der Mensch ist nicht für’s Fleischessen gemacht, da er keine Reißzähne hat.

Den Wissenden empfehle ich: Kurz zurücklehnen und genießen! Allen anderen einen Beitrag zum Thema Der Mensch ist nicht als Vegetarier konzipiert.

Wie gesagt: Ich möchte hier kein Bashing betreiben und von daher lasse ich es mit den Aufzählungen auch sein und komme nicht mit Fragen an, wie: „Regnet es auf Bio/veganen Feldern anders? Wie sieht es mit der Ökö-Bilanz einer Flug-Mango aus? usw.“ Was ich aber tun möchte ist: Ich möchte den militanten einen Gedanken weitergeben. Und zwar diesen

Stellt Euch vor, wir würden alle kein Fleisch mehr essen. Würde Euch ja freuen! ABER: Was denkt Ihr, wie viele Tierarten aussterben würden, auf Grund dieser Tatsache?

Wer würde noch das gemeine Hausschwein züchten? Wer würde alte Rassen wiederbeleben, die nur wegen ihres schmackhaften Fleisches oder anderweitigen Eigenschaften überhaupt wieder in größerer Zahl vorkommen? Wer würde Hühner züchten? Und so weiter und so weiter und so weiter…

Ich empfehle dazu auch einen Beitrag des WWE zur Roten Liste der bedrohten Tier- & Pflanzenarten

Kann man als empathischer Tierfreund mit der Tatsache leben am Aussterben von Tierarten nicht unwesentlich beteiligt zu sein?

Genau auf diese Frage(n) hätte ich gerne eine schlüssige Antwort.

Ich lade Dich deswegen herzlich ein, mit mir über diesen Fakt zu diskutieren, mir Deine, meinen Horizont erweiternde, Antwort in den Kommentaren dieser Seite zu hinterlassen.

Und noch was: Ein wenig Toleranz und Weitsicht hat noch niemandem, egal ob Omnivore – Kannibale  oder eben Vegetarier / Veganer geschadet. Denn eines macht uns alle gleich => Wir haben ALLE Hunger! Auch ist mir bewusst, dass sich bei diesem Thema einige Leute unbändig auf den Schlipps getreten fühlen und mich mit „netten Worten“ bedenken werden, aber das ist mir die Sache Wert! Ich bin nämlich selbstreflektierend genug zu wissen, dass ich nicht fehlerfrei bin und auch niemals sein werde.

In diesem Sinne: MAHLZEIT! Was immer Du auch essen magst 🙂

  • VERÖFFENTLICHT
    12/2017
  • ZUGRIFFE
WEITERE INTERESSANTE BEITRÄGE

Bis jetzt 7 Antworten

  1. Soso sagt:

    Ich hab ja nix gegen Veganer und dieser Artikel soll nicht gegen Veganer sein, aaaber….
    Weißt du eigentlich wie viele Tierarten jeden Tag aussterben, WEIL wir tierische Produkte essen? Laut neueren Studien ist Fleischkonsum der Hauptfaktor für das weltweite Artensterben….
    Würde die Tierindustrie beendet werden, dann würden Arten aussterben, die ohnehin Qualzuchten sind, die ohne den Menschen kaum überlebensfähig wären. Und auch wenn du alte „Nutztier“ Arten meinst, diese sollen doch lieber aussterben, als massenhaft immer wieder gezüchtet um dann qualvoll gehalten und getötet zu werden. Dein „Argument“ entbehrt jeder Logik

    0
    0
    • Franz - guenstig-kochen.at sagt:

      Naja… du hast von Haltung (Sinn & Zweck, Kosten/Nutzen,…) alter Rassen absolut keinen Schimmer, von daher lasse ich mich auf diese Diskussion nicht ein. Dieses mantraartige Abbeten „eurer“ Argumente ist einfach nur langweilig.

      0
      0
  2. Zimmermann sagt:

    Guten Tag, erstmal danke dafür das Sie Ihre Ansichten in diesen Beitrag geteilt haben. Zu der Frage bezüglich Artenschutz möchte ich noch ein Paar Aspekte einbringen.

    A) Futtermittelproduktion, durch die rhodung großer Flächen für Soja- und andere Futterpflanzen sterben ganze Ökosysteme aus und durch den Einsatz von Pflanzenschutzmittel für diese Felder werden die Insekten so dezemuert und geschwächt das diese als 1. Glied in der Nahrungskette fehlt was ebenfalls zum Artenstetben beiträgt

    B) Durch die industrielle Massentierhaltung wird der Klimawandel beschläunigt, (weniger Cow-Speicher mehr Methan) sodass weltweit weniger gut angepasste Arten noch mehr belastet werden und tw aussterben.

    C) Durch die Gülle der Mrd. Nutztiere wird unter anderen das Grundwasser belastet was viele Flussbewohner schwächt – – > Artensterben.

    D) Durch die industrielle Tierhaltung werden neben Antibiotikaressistenzen auch Zoonosen begünstigt was wiederum Arten gefährdet (siehe z. B. Schweinepest)

    Würden wir als Menschheit aufhören die für die Ausbeutung extra gezüchteten Lebewesen weiter für unseren Genuss zu vermehren und umzubringen würde dies nicht nur deren Qualen beenden und das Wohl des Menschen steigern (Lebenswertere Umwelt, weniger Volkskrankheiten, günstigere Lebensmittelpreise…) sondern auch den wahrscheinlichst größt möglichen positiven Effekt im Sinne des Artenschutzes bedeuten.

    Ich denke das der Mensch ernährungsphysiologisch in den meisten Kulturen heutzutage nicht mehr wirklich auf Fleisch angewiesen ist, sondern es eher als Kulturgut genoßen wird, aber da geht es darum das jemanden Etwas schmeckt und nicht darum das, dass was Ihr oder Ihm schmeckt vorher gelebt (und gelitten) hat… Ich sehe da für die kommenden 20 Jahre großes Potenzial in invitrofleisch also in Tanks gezüchtetes Fleisch.

    Zu der Sache mit den „wer würde noch alte Rassen… Hühner züchten“

    A) warum werden Haustiere gehalten oder Tiergärten besucht… Man kann Tiere auch auch aus anderen Motiven züchten ohne sie als fleischliches Konsumgut zu verwerten. Zu naiv?

    B) Es gibt auch Symbiosen, Kooperation und Maßvoller Austausch… Also ein „Verbot“ von Tierischen Waren ist nicht per se nötig, solange Beide Seiten im vernünftigen Maße profitieren und möglichst kein Leid verursacht wird… Wenn das Tier als Lebewesen mit Rechten verstanden wird und so behandelt wird ist es „Lohnarbeiter“ und kein „Sklave“ mehr.

    Ich wünsche Ihnen noch ein schönen Tag

    0
    0
    • Franz - guenstig-kochen.at sagt:

      Lieber „androgyner Mensch
      androgyn
      bigender
      weiblich
      Frau zu Mann (FzM)
      gender variabel
      genderqueer
      intersexuell (auch inter*)
      männlich
      Mann zu Frau (MzF)
      weder noch
      geschlechtslos
      nicht-binär
      weitere
      Pangender
      Pangeschlecht
      trans
      transweiblich
      transmännlich
      Transmann
      Transmensch
      Transfrau
      trans*
      trans*weiblich
      trans*männlich
      Trans*Mann
      Trans*Mensch
      Trans*Frau
      transfeminin
      Transgender
      transgender weiblich
      transgender männlich
      Transgender Mann
      Transgender Mensch
      Transgender Frau
      transmaskulin
      transsexuell
      weiblich-transsexuell
      männlich-transsexuell
      transsexueller Mann
      transsexuelle Person
      transsexuelle Frau
      Inter*
      Inter*weiblich
      Inter*männlich
      Inter*Mann
      Inter*Frau
      Inter*Mensch
      intergender
      intergeschlechtlich
      zweigeschlechtlich
      Zwitter
      Hermaphrodit
      Two Spirit drittes Geschlecht (indianische Bezeichnung für zwei in einem Körper vereinte Seelen)
      Viertes Geschlecht
      XY-Frau
      Butch (maskuliner Typ in einer lesbischen Beziehung)
      Femme (femininer Typ in einer lesbischen Beziehung)
      Drag
      Transvestit
      Cross-Gender“
      Zimmermann,

      ad A¹) Soja für den Mensch holt gewaltig auf… kein Argument

      ad B¹) einfach mal nur anreißen welcher technische, chemische, industrille Bedarf benötigt wird, um „veganes Fleisch“ herzustellen…

      ad C¹) das bei diesem Wetter getragene Baumwoll-Shirt muss ja wie Hölle auf ihrem Körper brennen, na wohl eher nicht… müsste man ja einsehen, dass komplette Ländereien vernichtet, Kinder ausgebeutet und anschließend wunderbar viel Chemie in die roten Flüsse gekippt wird…

      ad B²) menschliche Sklaven, Kinder ohne Morgen, etc sind OK

      Denken Sie mal darüber nach, wenn Sie demnächst ihre elektronische Device nutzen, um einen Kommentar zu verfassen. Wenn sie in Ihren Tesla (gilt auch für alle anderen) steigen, dessen Mitschuld an Ihrem Szenario mittels der aktuellen Energiekrise, wo selbst jetzt Atomstrom tol ist, klar darstellt.

      Wie gesagt: hört aif ständig anderen den schwarzen Peter zuschieben zu wollen, während man in den eigenen Reihen genug Dreck am Stecken hat.

      Miteinander statt gegeneinander wäre das Zauberwort.

      Fakt ist und bleibt: Ich will nicht an jedem Eck und End von irgendjemand zwangsbekehrt werden. Von NIEMANDEM.

      2
      0
  3. Florian Markus Denk sagt:

    Was für ein oberflächlicher, völlig an den Haaren herbeigezogener Blödsinn…
    Einfach so ehrlich sein und sagen, dass einem Tierleid und die Zukunft der Welt egal ist – wie wäre das?
    Hier ist jedenfalls nicht ein überzeugendes Argument gegen Veganismus enthalten.

    2
    1
    • Franz - guenstig-kochen.at sagt:

      Mein lieber oberflächlicher Freund,

      Wo schreibe ich,dass das hier ein Beitrag gegen Veganismus sein soll? Vielleicht magst Du ja nochmals lesen und dann die Kritik erneut versuchen. So war es nichts weiter als vergeudete Zeit deinerseits.

      Kopf hoch 😉

      1
      1
  4. Tommy Hart sagt:

    Gut, nein, SEHR gut gebrüllt, Löwe – auch ohne Reißzähne! Ich werde zu diesem Thema gerne meinen veganen Senf auf dem Social Media Kanal geben (weil dort schon aus Gründen der Bequemlichkeit eine intensivere Diskussion zustande kommen wird, als hier in der Kommentarfunktion Deines Blogs).

    Omnivorische (im umfassendsten Sinne des Wortes) kulinarische Grüße
    Tommy (a.k.a. TheMaskedChef)

    0
    0

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR