Rezept Liebe militante Veganer

Liebe militante Veganer

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Grundlegend möchte ich einmal festestellen, das ich ein sehr toleranter Mensch bin und jeder machen und essen soll was und wie er/sie will? Doch es gibt anscheinend einen Punkt den militante Besseresser vergessen: Die Artenvielfalt.

Im Grunde genommen sollte es ja nichts Neues sein, dass ich gewissen Strömungen, eigentlich immer, kritisch gegenüberstehe und ich mich damit intensiv beschäftige. Veganer und deren Essgewohnheiten sind eine dieser Lifestyle-Strömungen. Aber auch deren (teils) militantes bzw. zwanghaftes Verhalten in Manier der Zeugen Jehovas aufzutreten und zu versuchen alles und jeden schlecht zu machen / - zu reden der "andersgläubig" (in dem Fall eben bekennender Fleischesser) ist. Ich spreche hier also wahrscheinlich nur von <= 5% der Personen, die sich auf diese Weise ernähren wollen / müssen. Eigentlich nichts anderes als wie bei den ehemaligen Nichtrauchern.

Ich möchte in diesem kurzen Beitrag nur einen neuen Gesichtspunkt ansprechen und nicht wirklich ein Bashing betreiben, da es mir, gelinde gesagt, am Allerwertesten vorbeigeht, wann, wo und vor allem was jemand seinem Körper zuführt.

Liebe Veganer - Offener Brief an die "besseren" Esser

Ich würde sogar behaupten, dass ich es verstehen kann, wenn jemand sagt:

Ich verzichte aus empathischen Gründen, gegenüber dem Tier, auf tierische Produkte.

Zeigt es doch, dass das Tier Mensch doch noch Gefühle besitzt! Kein Verständnis habe ich allerdings, wenn man die Bio-/Öko-Karte als Trumpf ausspielt, denn die habe ich Euch ja schon in meinem Beitrag Bio - Sinn oder Unsinn eindeutig widerlegt.

Auch verstehe ich, dass jemand aus gesundheitlichen Gründen oder aus Beweggründen des "eigenen" Wohlbefindens diesen Weg beschreitet. Aber trotzdem will sich mir manch manisches Verhaltensmuster, speziell von ehemaligen Omnivoren / Pantophagen, nicht erschließen. (Anmerkung: Omnivoren / Pantophagen sind Fremdwörter für  den gemeinen "Allesfresser".)

Es gibt da Dinge wie Rudelbildung

Komischerweise treten Vertreter der militanten Fraktion, bei Themen rund um Fleisch, immer in Gruppen auf und hauen ordentlich auf den / die "Kannibalen" ein. Das erinnert mich immer an eine gewisse Gruppe von Mitmenschen, ich bediene hier mal ein Klischee, die, wenn sie jemand vor die Türe bitten, um eine Situation mit den Fäusten zu "klären", zuerst 10 Kumpels anrufen müssen, damit die Sache geklärt werden kann.

Der nächste Punkt ist Verleugnung

Da werden dann Argumente gezogen, die einem, sollte man nur ein wenig im Biologie-Unterricht aufgepasst haben (aber wer hat das schon, außer bei den Bienen und Blumen? ;-) ), die Haare zu Berge stehen lassen. Es kommt dann etwas in der Art: (ich zitiere frei)

Der Mensch ist nicht für's Fleischessen gemacht, da er keine Reißzähne hat.

Den Wissenden empfehle ich: Kurz zurücklehnen und genießen! Allen anderen einen Beitrag zum Thema Der Mensch ist nicht als Vegetarier konzipiert.

Wie gesagt: Ich möchte hier kein Bashing betreiben und von daher lasse ich es mit den Aufzählungen auch sein und komme nicht mit Fragen an, wie: "Regnet es auf Bio/veganen Feldern anders? Wie sieht es mit der Ökö-Bilanz einer Flug-Mango aus? usw." Was ich aber tun möchte ist: Ich möchte den militanten einen Gedanken weitergeben. Und zwar diesen

Stellt Euch vor, wir würden alle kein Fleisch mehr essen. Würde Euch ja freuen! ABER: Was denkt Ihr, wie viele Tierarten aussterben würden, auf Grund dieser Tatsache?

Wer würde noch das gemeine Hausschwein züchten? Wer würde alte Rassen wiederbeleben, die nur wegen ihres schmackhaften Fleisches oder anderweitigen Eigenschaften überhaupt wieder in größerer Zahl vorkommen? Wer würde Hühner züchten? Und so weiter und so weiter und so weiter...

Ich empfehle dazu auch einen Beitrag des WWE zur Roten Liste der bedrohten Tier- & Pflanzenarten

Kann man als empathischer Tierfreund mit der Tatsache leben am Aussterben von Tierarten nicht unwesentlich beteiligt zu sein?

Genau auf diese Frage(n) hätte ich gerne eine schlüssige Antwort.

Ich lade Dich deswegen herzlich ein, mit mir über diesen Fakt zu diskutieren, mir Deine, meinen Horizont erweiternde, Antwort in den Kommentaren dieser Seite zu hinterlassen.

Und noch was: Ein wenig Toleranz und Weitsicht hat noch niemandem, egal ob Omnivore - Kannibale  oder eben Vegetarier / Veganer geschadet. Denn eines macht uns alle gleich => Wir haben ALLE Hunger! Auch ist mir bewusst, dass sich bei diesem Thema einige Leute unbändig auf den Schlipps getreten fühlen und mich mit "netten Worten" bedenken werden, aber das ist mir die Sache Wert! Ich bin nämlich selbstreflektierend genug zu wissen, dass ich nicht fehlerfrei bin und auch niemals sein werde.

In diesem Sinne: MAHLZEIT! Was immer Du auch essen magst :-)

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Bis jetzt 1 Antwort

  1. Tommy Hart sagt:

    Gut, nein, SEHR gut gebrüllt, Löwe - auch ohne Reißzähne! Ich werde zu diesem Thema gerne meinen veganen Senf auf dem Social Media Kanal geben (weil dort schon aus Gründen der Bequemlichkeit eine intensivere Diskussion zustande kommen wird, als hier in der Kommentarfunktion Deines Blogs).

    Omnivorische (im umfassendsten Sinne des Wortes) kulinarische Grüße
    Tommy (a.k.a. TheMaskedChef)

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