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Das Netz ist voll mit Fragen nach diesen modernen Fritteusen, die ja der Gesundheit so zuträglich sein sollen. Da wir selbst eine besessen haben möchte ich an dieser Stelle meine Gedanken dazu mit Euch teilen.

Wie im kurzen Auszug erwähnt haben auch wir uns der Marketing – Maschinerie nicht entziehen können und deshalb möchte ich meine Erfahrung, mit diesen Heißluft-Frittier-Geräten teilen und ein paar weiterführende Gedanken einfließen lassen.

Meine Gedanken zu Heißluft Fritteusen

Gerade in der Vorweihnachtszeit überschlagen sich die Werbestrategen ja förmlich mit Innovationen und Schlagworten wie Gesundheit – Sparen – usw. Gerade deshalb brummt es dann im World Wide Web mit Fragen (bezüglich Erfahrungsberichten aus erster Hand) zu solchen Geräten. Speziell auf den sozialen Netzwerken kommt fast im Minutentakt eine solche Frage auf.

Ich interessiere mich für Gerät XYZ. Hat das jemand und kann mir davon berichten?

, so der Tenor. Ja, wir hatten eines und deswegen möchte ich hier ein wenig näher, als die üblichen Kurzantworten ( Ja … Nein … ist super … Müll…), darauf eingehen.

Zu Beginn noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache

Ich möchte hier weder jemand zu einem Kauf raten, noch von einem Kauf abhalten!

So ziemlich jeder namhafte Hersteller von Küchenzubehör hat eine dieser Mini – Heissluft – Backöfen im Programm, doch was ist das nun genau?

Kurz und knackig: Ein Mini – Backofen mit Heißluft. Ich traue mich zu behaupten, dass in jedem zweiten Haushalt die Chance groß ist schon einen zu besitzen. Echt jetzt? JA. Das Backrohr des verbauten E-Herds. Nur eben um ein Vielfaches größer.

Es wird im Prinzip ja nichts anderes gemacht, als einen geschlossenen Raum zu erhitzen und die so erzeugte Hitze mittels Ventilator zu verwirbeln.

Einige Gedanken zu Heissluft Fritteusen

Einige Gedanken zu Heissluft Fritteusen

Möchte an dieser Stelle erwähnen, dass dieses “Erfindung” bzw dessen Prinzip aber absolut nichts Neues ist! Schon seit den 90ern geistern im Werbefernsehen immer wieder solche Geräte herum.

Einige Gedanken zu Heissluft Fritteusen

Ich gebe zu, dass diese bei weitem nicht so stylisch daher kommen, aber sie machen auch nichts anderes. Sie erzeugen heiße Luft und verwirbeln diese. Einziger Unterschied: Keiner wollte und will sie, obwohl diese Art von Heißluft – Fritteuse teilweise nicht mal ein Viertel der “Konkurrenz” kostet.

Nur zu gut erinnere ich mich an die Aussagen

Brauch ich nicht, hab’ eh ein Backrohr!
Wozu? Wieder nur ein Gerät mehr!
Ist mir zu teuer!

Nur um einige zu nennen.

Innerhalb von wenigen Jahren dürfte sich das aber schlagartig geändert haben. Küchen wurden anscheinend erweitert, Geld scheint es wie Heu zu geben und Backöfen sind nur noch für was gut?

Denn Ausschlag dafür gibt für mich das Thema

GESUNDHEIT

, denn damit wird kräftig die Werbetrommel gerührt. Ja, man braucht anstatt 2 Liter Öl für die Fritteuse nur noch 2 EL. Ja, es wird mit weniger Temperatur “luftgetrocknet”. Somit besteht die Chance, dass keine gesundheitsschädlichen Stoffe ( z.B.: Acrylamid) entstehen. ABER

Was hält uns auf, den heimischen Herd auf maximal 150°C aufzuheizen und mittels Heißluftgebläse die Luft darin zu verwirbeln, Pommes selber frisch zu machen (mit 2 EL Öl zu vermengen und auf Backpapier dem gewünschten Garpunkt nach zu garen), usw? NICHTS!

Es stimmt natürlich, dass man im Backofen zuerst ~ 60 Liter Garraum aufheizen muss, aber wir reden hier von Cent- Beträgen, während die Anschaffung einer Heißluft – Fritteuse bis über 200€ kosten kann und deren Betrieb auch Strom kostet.

Vergleichen wir weiter

  • Eine Ladung Pommes im Backrohr dauert um die 20 Minuten. In den beworbenen Geräten teilweise bis zu 45 Minuten.
  • Nicht jede Pommes ist für diese Art von Fritteuse geeignet. Dem Backofen ist das aber sowas von egal. (Nebenbei bemerkt kosten spezielle Kartoffelstäbchen oft spezielles Geld)
  • Es ist schwierig darin für mehr als 3 – 4 Personen zu frittieren, kochen, was auch immer. Außer man pickt wie ein Vögelchen. Im Backofen garantiert mehr als nur Mutter, Vater, Kind.
  • Im Backofen muss ich das Gargut selbst wenden, während in der Luftfritteuse das oft ein “Wender” für uns erledigt.
  • usw

Auch wird immer wieder von mangelndem Geschmack, ausgetrocknetem Frittiergut, usw., bei der Zubereitung in diesen Heißluft-Wirbelsturm-Geräten, im World Wide Web berichtet.

Fazit

Mir bleibt der Mund nicht mehr offen stehen, wenn begeisterte Käufer erzählen wie Super ihre Chicken Wings darin werden, denn in meinem Backrohr werden sie das auch und das schon seit Jahren. Ich kann auch im Backrohr, zur Überraschung einiger, Kuchen backen, Pommes zubereiten, etc pp. Was kann ein Aktiv-Frittierer was ein Backrohr mit Heißluft – Funktion nicht kann?

Meine Hochachtung gilt den Werbestrategen, die uns diese Geräte als unverzichtbar darstellen und mit dem Thema Gesundheit den Nerv der Zeit voll und ganz treffen zu scheinen.

Nebenbei bemerkt kommt bei dieser Art von Küchengerät für mich schön langsam das ungute Gefühle eines Thermomix TM5 auf.

Meine Empfehlung: Investiert das geplante Geld lieber jetzt oder später in einen wertigen Backofen, der stabil die Hitze hält, Heißluft besitzt, usw. Ihr habt ein Gerät weniger in Eurer Küche stehen, es kann ein Gerät weniger kaputt werden und es entfällt das lästige hin- und herräumen. Letzteres ist übrigens der Grund warum die meisten Geräte, nach der ersten Euphorie, irgendwo verstaubt herumstehen und auf Grund der Nichtnutzung irgendwann im Schrott landen.

Ich bin auf Eure Meinung gespannt!

 

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